Spiritualität

Alles ist eins.

Unser Verständnis von Ganzheitlichkeit leiten wir aus der Idee der „Oneness“ ab. Ihre Prinzipien und Leitgedanken wenden wir sowohl auf Menschen als auch auf Organisationen an.

Das Konzept hinter dem „Einssein“ ermöglicht es, auf fünd Ebenen ein tieferes Verständnis für die allumfassenden Zusammenhänge zu finden.

Ein Konzept von Dr. Björn Pospiech

Individuelle Ebene - Eins mit sich selbst sein.

Auf einer individuellen Ebene bedeutet Oneness (Einssein), zu versuchen, eins zu sein in einem mentalen (Psyche) und physischen (Körper) Sinn - oder mit anderen Worten - eine Einheit von Geist, Seele und Körper zu bilden. Auf dieser Ebene können wir Oneness fühlen, wenn wir mit unserem Körper und Herzen verbunden sind, wenn wir uns als Ganzes fühlen und wenn wir das was wir tun, sagen und fühlen bewusst machen.

Soziale Ebene - Eins mit anderen Menschen sein.

Die nächste Ebene der Oneness ist die soziale Integration mit anderen Menschen und der Gesellschaft. Wir bekommen ein Bewusstsein für uns und die anderen und fühlen die Verbindung zueinander. Öffne Dein Herz und setze die Menschlichkeit ins Zentrum deines Denkens und Handelns. Jede Gemeinschaft, sei es ein Volk, eine Religion, ein Verein, eine Familie, ein Team, eine Gang etc. hat bestimmte Regeln, die ein Miteinander ermöglichen oder erleichtern sollen. Hier geht es darum, einen einheitlichen Wertekanon zu erschaffen, der ein friedliches und förderndes Zusammenleben ermöglicht.

Die lebende Erde – Eins mit allem Lebenden sein.

Die dritte Ebene der Oneness ist die Ebene der Integration und des Zusammenlebens aller Menschen mit der lebenden Erde. Hier bedeutet es, alle Lebewesen auf dieser Erde zu respektieren, unabhängig davon, ob es sich um ein Tier, eine Pflanze oder etwas handelt, was wir aus unserer wissenschaftlichen Sicht und unseren Sinnen nicht beschreiben können. Wenn jemand gelernt hat, achtsam mit sich selbst und anderen Menschen umzugehen, ist der naheliegendste Drang, auch mit der Natur, ihren Pflanzen und ihrer Tierwelt bewusster umzugehen. Wenn wir den Wert in allen Dingen, die uns umgeben, erkennen, können wir auch ihre Daseinsberechtigung akzeptieren und respektieren.

Die nichtlebende Erde – Eins mit der Erde sein.

Auf der vierten Ebene meinen wir die Einheit mit der nicht lebenden Erde und allem auf ihr, zum Beispiel mit ihren geologischen und atmosphärischen Strukturen oder mit ihrer Biosphäre und ihren Lebewesen. „Unser Planet ist unser Zuhause, unser einziges Zuhause. Wo sollen wir denn hingehen, wenn wir ihn zerstören“ (Dalai Lama, Interview mit Franz Alt, 2004). Das System Erde ist einem permanenten Wandel unterzogen und reguliert sich bereits seit Milliarden von Jahren automatisch. Dennoch hat jedes von uns verursachte Einschreiten, jede Veränderung, einen direkten Einfluss auf unser menschliches Ökosystem. Wenn wir weiterhin hier leben wollen, müssen wir unseren Umgang mit der Erde und ihren Ressourcen verändern.

Darüber hinaus & das höher Selbst.

Abschließend, und dies kann definitiv etwas Besonderes für einige von uns sein, wie es in der spirituellen Welt üblich ist: Einheit zwischen Menschen, Erde, Universum und allem, was darüber hinausgeht. In diesem Fall verstehen wir nicht nur eine Einheit aller greifbaren Dinge, sondern auch der nicht erforschten und transzendentalen. Spiritualität in diesem Sinne bedeutet, über alle Grenzen hinweg zu denken, nach Transzendenz und einem größeren Sinn des Lebens zu streben. Der Kreis schließt sich, indem wir unser höheres Selbst finden und so zu unserem eigenen Selbst zurückkehren, nur in einem anderen Bewusstseinszustand.

In diesem Sinne verstanden bedeutet Spiritualität für uns, dass der Mensch ein Grundbedürfnis nach Verständnis und Wachstum hat. Wir möchten verstehen, wie alles funktioniert, wie es zusammenhängt und welche Rolle wir darin einnehmen. Wir möchten neues Wissen erlangen und neue Fähigkeiten entwickeln. Damit verbunden ist immer die Entwicklung eines Gefühls der Allverbundenheit und des Transzendenten, also der Frage, was uns mit allem verbindet und wie wir unsere Wahrnehmung entsprechend erweitern können. 

Mit dieser Denkweise reagieren wir auf die drei großen Verluste der Menschheit: Zuerst haben wir den Bezug zur Natur und Tierwelt verloren, dann den sozialen Bezug zu anderen Menschen und jetzt sind wir dabei, den Bezug zu uns selbst zu verlieren.

Wir sind uns bewusst, dass die Grenze zur Esoterik sehr schmal ist und der Umgang mit Oneness, Achtsamkeit und Spiritualität im beruflichen Kontext behutsam angegangen werden muss. Letztlich lässt sich alles mit wissenschaftlichen Methoden (z.B. Physik, Mathematik) und psychologischen Konzepten erklären.