Dr. Marc Reisner

Achtsamkeit - Entwicklung - Spiritualität

„Das Gegenteil von Spiel ist nicht Arbeit, sondern Depression“ Brain Sutten-Smith

Das Spiele ist vielschichtig und kann erstmal so ziemlich alles sein: Brettspiel, Rollenspiel, Fussballspiel, Theaterspiel, Sexspiel. Das liegt ein wenig an der Unschärfe der deutschen Sprache. In fast allen Sprachen gibt es mehrere Begriffe für das Spielen. Im Englischen wird z.b. zwischen „play“ (freies Spiel der Kinder) und „game“ (Spiel nach Regeln) unterschieden. Es wurde viel geforscht, ob Bildungsinstitutionen oder die Arbeitswelt etwas von Spielen lernen können und die Ergebnisse sind überwältigend. Unternehmen und Bildungseinrichtungen, die erfolgreich Spielkonzepte in ihre Institutionen übertragen haben, könnten Hindernisse überwinden, die bisher als unüberwindbar galten. Spiele können Verhalten ändern und Gruppen festigen. Spiele können wettbewerbsorientiert sein oder der freien Entfaltung dienen. Da Kinder sich die Welt durchs Spielen aneignen, wird oft deren Wert für uns Erwachsene unterschätzt. Die meisten Topunternehmen der Welt haben das mittlerweile erkannt, denn durch spielerische Elemente führt man seine Mitarbeiter aus der Hilf- und Machtlosigkeit.

Disruption ist ein uralter Hut.

Dennoch halten alle „disruptive Geschäftsmodelle“ für den letzten Schrei. Sieht man sich die Geschichte der Medien an, so kann man feststellen, dass Disruption vor allem Veränderung und Erneuerung gebracht hat. Mit der Erfindung des Kinos, wurde das Ende des Theaters verkündet. Theater gibt es aber heute noch. Kino wurde zu einem Zeitpunkt erfunden, als das Theater auf dem Höhepunkt des Naturalismus war. Allerdings konnte man keine fahrende Eisenbahn ins Theater bringen. Also hat sich das Theater verändert. Es wurde abstrakter und hat neue Kommunikationsformen entwickelt. Mit der Erfindung des Fernsehens, wurde das Ende des Kinos prophezeit. Mit der Erfindung des Internets, das Ende es Buchs, usw. Es ist immer das gleiche Spiel und in Einzelfällen trifft das auch durchaus zu. Im Großen und Ganzen blieben die „alten Medien“ aber erhalten und erfanden sich gänzlich neu. Von daher muss mein keine Angst vor neuen Geschäftsmodellen, oder neuen Unternehmen haben. Man muss in der Lage sein, sich selbst ständig neu zu erfinden und neue Wege zu sehen und zu gehen.